Bleibt dir troy: der gute alte Troyer

Man nennt ihn auch Isländer oder Seemannspullover - letzteres ganz nach seiner Herkunft: der Troyer war ursprünglich Arbeitskleidung für Seeleute. Er wurde auschließlich marinefarben und aus grober Strickwolle gefertigt, da diese schön warm hält. Am hohen Kragen hat der Schlupfpullover einen Reißverschluss. Dieser wird meist ganz oder halb geöffnet getragen. Dadurch legt sich der Kragen auf die Schulter und ergibt ein schickes Bild. Wenn jedoch das Wetter umschlägt, kann man den Zipkragen schließen und sich mummeilig einkuscheln. Dadurch erspart man sich einen Schal und ist bestens für draußen gewappnet. In unserem Onlineshop findet man die klassischen Seemanspullover in vielen (neuen) Farb-Varianten und auch für Kinder, fast alle sind Made in Germany! Familienbetriebe wie Leuchtfeuer, die seit Jahrzehnten Troyer fertigen bieten höchste Qualität und verstehen ihr Handwerk.

Der Seebär im Schafspelz

Der originale Seemanspullover besteht aus Wolle. Diese ist ein natürliches Produkt, ist atmungsaktiv und hält natürlich warm. Klassisch besteht der Troyer aus 100% Schurwolle und am kuscheligstens ist hierbei Merino-Wolle. Diese hat allerdings auch ihren Preis und ist in der Pflege am aufwendigsten, allerdings gerade am Kragen fühlt sie sich unglaublich weich an. Etwas einfacher wird es mit Woll-Misch-Geweben. Hier wird Wolle zumeist mit Acryl gemischt und es entsteht eine kostengünstigere Alternative zu den Originalen.

Gute Beziehungen soll man pflegen

Welche Pflege genau die richtige ist, kommt auf das Material an. Je mehr Wolle der Pullover enthält und umso feiner diese ist, desto mehr Vorsicht ist geboten. Die meisten Etiketten raten zur schonenden Handwäsche. Wir haben jedoch von Experten den Hinweis bekommen, dass man gerade bei Handwäsche oft dazu neigt, den Troyer unnötig zu strapazieren, auszuwringen und drücken. Die ist natürlich schlecht. Viele Waschmaschinen bieten sanfte Wollwaschgänge an, oder gute Maschinen jetzt immer Häufiger auch Handwaschgänge. In ihnen werden die Seemannspullover nur sanft gewendet. Dazu empfiehlt sich ein mildes Wollwaschmittel, logischerweise, man würde ein Schaf auch nicht mit einem agressiven Reiniger abschrubben. Trocknen sollte man die Troyer unbedingt im Liegen statt im Hängen, sonst leihern sie aus. Es muss aber keine friesische Weide sein, man kann sie auch in die Badewanne legen.

Pilling

Da Troyer ein natürliches Produkt aus Schurwolle sind, neigen sie an stark beanspruchten Stellen zu Pilling. Das bedeutet, dass sich kleine Fasern aus der Wolle lösen und Knötchen auf dem Pullover bilden. Das passiert verstärkt, je höher der Wollanteil im Pullover ist und je mehr man diesen beansprucht. Zum Beispiel bei starkem Arbeitseinsatz oder Tragen von Umhängetaschen etc. Kleine Häärchen werden aus der Grobstrickmasche rausgezogen und verfilzen. Dann muss man sie mit einem Fusselrasierer abrasieren und der Pullover sieht wieder gut aus. Dies kann bis zu drei mal der Fall sein, dann sind in der Regel aber alle kurzen Fasern verschwunden und der Troyer hat sich eingelebt.